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Historie

Prutting ist eine kleine ländliche 2400-Seelen-Gemeinde im Landkreis Rosenheim. Auf dem Land war bis zur Nachkriegszeit das Ausüben von Sport im Allgemeinen noch nicht sehr weit verbreitet. Eine große gesellschaftliche Veränderung war allerdings nach der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 zu erkennen, als durch den Erfolg der Deutschen Nationalmannschaft in Bern der Fußball populär wurde und so der Sport nicht nur in größeren Städten, sondern auch in kleinen Dörfern zunehmend Freunde gewann. 

In Prutting machten den Anfang zehn sportbegeisterte Fußballidealisten, die im November 1965 ihr erstes Treffen zur Gründung eines Sportvereins abhielten. Bis zu dieser Zeit bestimmten die Kirche, der Trachtenverein und der Gasthof fast ausschließlich das gesellschaftliche Leben im Dorf. Doch für Kinder und Jugendliche war zu wenig geboten, was sich durch Sport in Prutting ändern sollte. So wur-den anfängliche Wunschgedanken bereits im März 1966 mit der offiziellen Vereinsgründung und der Aufnahme in den Bayerischen Landes-Sport-Verband in die Realität umgesetzt. Bis der Sportverein Prutting seine heutige Gestalt erhalten sollte, war es für die gesamte Gemeinde allerdings noch ein langer und harter Weg. Die zu Beginn einzige Abteilung des Sportvereins, die der Fußballer, war aus Platzgründen anfangs noch gezwungen, auf Ausweichplätzen zu trainieren und zu spielen. Doch bereits 1967 begann der Verein damit, dieses Problem durch den Bau eines eigenen Sportplatzes mit zugehörigem Sportheim zu lösen. Dieses Projekt war allerdings nur als eine vorübergehende Notlösung gedacht, da zu dieser Zeit noch kein geeignetes Grundstück für eine richtige Sportanlage in Aussicht stand. Mit viel Engagement und Eigeninitiative und ohne jegliche staatliche Hilfe wurde innerhalb von drei Jahren dieser Sportplatz vollendet. Ebenfalls 1967 wurde eine Gymnastikabteilung ins Leben gerufen, die auch die Frauen näher an den Sport bringen sollte.

So gewann mit der Zeit der Sport in Prutting allgemein mehr Freunde und das Sportangebot konnte 1977 mit einer Skiabteilung und 1983 mit einer Eishockeyabteilung erweitert werden. Letztere ist heute allerdings die einzige Abteilung, die es nicht mehr gibt. Sie bestand aus nur einer Herren-Mannschaft, die für Training und Spiele im Ligen-Betrieb Eishockeystadien in der Umgebung nutzen durfte. 1998 löste sich diese Abteilung allerdings aufgrund mangelnder Mitglieder auf. 

1988 begann die Gemeinde dann mit dem Bau einer doppelstöckigen Mehrzweckhalle für Schule und Sportverein. Durch diesen neuen Übungsraum war es dann auch den Tischtennisbegeisterten möglich, 1989 ihre eigene Abteilung zu gründen. 

Der bis heute größte Schritt in der Geschichte des Sportvereins hatte seinen Ursprung 1996. Nach fast 30 Jahren fand man endlich einen geeigneten Platz für die lange geplante Sportanlage. Das Grundstück wurde, ähnlich wie die Turnhalle, aus öffentlichkeitswirksamen Gründen von der Gemeinde finanziert. 1995, also ein Jahr vor Baubeginn, entstand bereits eine Tennisabteilung und während des Projektbaus, 1997, kam eine Stockschützenabteilung hinzu. Nach 4 Jahren harter Arbeit konnte unser kleines Dorf dann endlich stolz die neue Sportanlage präsentieren. Ohne das große Engagement und die Zusammenarbeit aller Vereinsmitglieder wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre.  Im Jahr 2000 war die Sportanlage des Sportvereins Prutting fertiggestellt. Sie umfasste neben einem Trainings- und einem Spielplatz für die Fußballabteilung sowie drei Tennisplätzen für die Tennisspieler auch ein großes Vereinsheim für die Sportfreunde, welches zur Hälfte für Fußball und zur anderen Hälfte für Tennis gedacht war. Auch die Abteilung der Stockschützen kam mit ihren drei neuen Bahnen und ihrem zugehörigen Vereinsheim nicht zu kurz. Weitere Pläne, die in die Tat umgesetzt wurden, waren die einer Asche-Laufbahn und einer Weitsprunganlage für eine mögliche Leichtathletikabteilung. Diese wurde allerdings nie gegründet und so wurden diese Anlagen lediglich von der Pruttinger Grundschule genutzt. Vollendet wurde das gesamte Projekt dann noch mit einem Kinderspielplatz und einer halboffenen Halle für Veranstaltungen aller Art. 

Quelle: Martina Scheuerer

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